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Abteilungsversammlung mit Beschränkung auf das Notwendige (31.03.2021)

Abteilungsversammlung mit Beschränkung auf das Notwendige (31.03.2021)

Es war ein kleiner Kreis, der sich am Mittwochabend vor Ostern zur Jahreshauptversammlung der Abteilung Niebelsbach in der Freiwilligen Feuerwehr Keltern traf. Zudem konnte man nicht wie sonst im eigenen Feuerwehrhaus zusammensitzen, sondern musste auf den großen Ellmendinger Ratssaal ausweichen, um die nötigen Abstände wahren zu können. Zur Versammlung durften dennoch nur die Niebelsbacher Aktiven, der Kommandant der Gesamtwehr Joachim Straub, seine Stellvertreter Uwe Renninger und Patrick Wurster sowie Bürgermeister und Dienstherr Steffen Bochinger zugelassen werden. Die durch das Coronavirus bedingten Versammlungsauflagen können auch vor den Freiwilligen Feuerwehren nicht haltmachen, und so durften dieses Mal keine Vertreter des Gemeinderats, der Altersabteilung und der Jugendfeuerwehr teilnehmen. Die Jahresberichte der Abteilungsverwaltung wurden bereits vor der Versammlung per E-Mail versandt, Einwände dagegen gab es nicht, und so wurde die Verwaltung einstimmig entlastet. Die in diesem Jahr sehr kleine Tagesordnung führte gleich zur Neuwahl des Abteilungskommandanten und seines Stellvertreters. Rudi Schlittenhardt, mit kurzer Unterbrechung Abteilungskommandant in Niebelsbach seit 1998, stand für den Posten nicht mehr zur Verfügung. „Ich habe das sehr lange gemacht, wir haben Vieles erreicht, mussten auch viel kämpfen“, resümiert er, „jetzt soll mit einer jüngeren Generation weitergemacht werden“. In geheimer Abstimmung unter der Wahlleitung von Bürgermeister Bochinger wählten die acht anwesenden Aktiven einstimmig Tobias Winter zu ihrem neuen Abteilungskommandanten in Niebelsbach und bestätigten den schon bisherigen Stellvertretenden Abteilungskommandanten Thomas Reuter ebenfalls ohne Gegenstimmen und Enthaltungen in seinem Amt. Winter freut sich auf seine neue Aufgabe, auf eine fortdauernd gute Zusammenarbeit mit der Führung der Gesamtwehr und der Gemeindeverwaltung und bekräftigt, dass er stets ein offenes Ohr für die Freiwilligen in der Abteilung haben werde. Die Kassenwartin Stephanie Heinkel und der Schriftführer Marco Pöpsel wurden in offener Wahl per Handzeichen einstimmig wiedergewählt, zu Vertretern im Feuerwehrausschuss Keltern wurde die neue Abteilungsführung bestimmt. Wegen der Corona-bedingten Versammlungseinschränkungen bleiben bis zur nächsten regulären Abteilungsversammlung kommissarisch im Amt Fritz Schneider als Vertreter der Altersabteilung und als Kassenprüfer sowie Frank Gehring ebenfalls als Kassenprüfer. Bürgermeister Bochinger dankt Rudi Schlittenhardt auch im Namen des Gemeinderats, deren Mitglieder gerne persönlich vor Ort gewesen wären, für seinen unermüdlichen, jahrzehntelangen Einsatz am Menschen und für die Gemeinschaft: „Das ist ein halbes Leben fürs Blaulicht, Sie sind ein Teamplayer und haben nie aufgegeben. Mit viel Herzblut haben Sie sich für die Abteilung in Niebelsbach eingesetzt, mit Ihrem Engagement andere inspiriert und dazu beigetragen, dass die Abteilung nicht noch weiter schrumpft.“ Niebelsbach hat schon lange große Nachwuchssorgen, und bereits im letzten Jahr sollten mit Unterstützung der Gemeinde Keltern verschiedene Aktionen zur Nachwuchsgewinnung für Niebelsbach und die anderen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Keltern stattfinden. Corona hat diese ausgebremst wie auch die vielen geselligen Veranstaltungen „mit Bratwurst, Bier und Bänken“, wie Kommandant Joachim Straub schmunzelnd zusammenfasst, bei denen sich die Freiwillige Feuerwehr außerhalb ihrer brenzligen Einsätze präsentieren kann. Er dankt Rudi Schlittenhardt für zwei Jahrzehnte Zusammenarbeit, in denen auch gegenüber dem Kreisbrandmeister schonmal gemeinsam gefochten werden musste, stets nur in der Sache gezogen und gestritten wurde und man sich nicht hat entmutigen lassen.

Susanne Herweg

 

Enge Zusammenarbeit auch mit Abstandsregeln: v.l. Bürgermeister Steffen Bochinger, Patrick Wurster, Tobias Winter, Thomas Reuter, Rudi Schlittenhardt, Uwe Renninger und Joachim Straub


Die neue Führung der Abteilung Niebelsbach: Abteilungskommandant Tobias Winter (li.) und sein Stellvertretender Abteilungskommandant Thomas Reuter

 

Bebauungsplanentwurf genehmigt (23.03.2021)

Bebauungsplanentwurf genehmigt (23.03.2021)

In seiner jüngsten Sitzung hat der Kelterner Gemeinderat einstimmig seine Zustimmung zum Bebauungsplanentwurf des gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Abteilungen Dietlingen und Ellmendingen erteilt. Damit wurde eine weitere Hürde des für uns so wichtigen Projektes genommen und den bisherigen Planungen des Architekturbüros Thiele aus Freiburg zugestimmt.

 

 

Altes TLF 16/25 leistet humanitäre Hilfe im Krisengebiet (01.01.2021)

Altes TLF 16/25 leistet humanitäre Hilfe im Krisengebiet (01.01.2021)

Nach 38 Dienstjahren wurde das TLF 16/25 der Feuerwehr Keltern durch ein neues TLF 4000 ersetzt. Gegen Ende des letzten Jahres sollte es über eine Auktionsplattform durch die Gemeinde veräußert werden.
Doch am 29. Dezember 2020 um kurz nach 12 Uhr bebte die Erde im kroatischen Petrinja mit einer Stärke von 6,4. Bei diesem Erdbeben und den zahlreichen Nachbeben wurde die Altstadt von Petrinja mit ca. 25.000 Einwohnern großflächig zerstört.
Über einen Aufruf zur Unterstützung des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg aufmerksam geworden, kontaktierte Feuerwehrkommandant Joachim Straub am 31. Dezember den Kelterner Bürgermeister Steffen Bochinger mit der Frage ob es nicht möglich sei auf die Veräußerung des TLF zu Gunsten der Spende ins Erdbebengebiet zu verzichten. Dieser kontaktierte daraufhin den Gemeinderat welcher sich mit deutlichem Votum dafür aussprach dies zu tun.

Da der Hilfstransport bereits am 01. Januar 2021 abends ins kroatische Petrinja aufbrechen sollte, musste das Fahrzeug noch am Neujahrstag nach Bad Krozingen überführt werden.
Ab 10 Uhr morgens wurde das bereits für den Verkauf entladene Fahrzeug, durch fünf Kameraden der Feuerwehr, wieder mit dem Großteil seiner ursprünglichen Beladung bestückt. Armaturen, Leitern, Werkzeuge, ein TH-Satz, eine Kettensäge, Schaummittel, Schläuche und eine Tauchpumpe konnten so zusammen mit über 30 alten Einsatzjacken und Latzhosen für die hilfsbedürftigen Feuerwehren in der kroatischen Region Sisak zusammengetragen werden.

Um 13:30 Uhr war alles geladen und die Fahrt konnte nach einem letzten Tankstellenbesuch losgehen. Über die Autobahn 5 ging es ins rund 170 km entfernte Bad Krozingen. Diese Autobahnkilometer meisterte unser „alter Schatz“ als Generalprobe für die Fahrt nach Kroatien mit Bravour. Unterwegs begegneten uns schon auffällig viele Feuerwehrfahrzeuge, die wohl auch dem Spendenaufruf gefolgt waren.
Nach über zweistündiger Fahrt kamen wir am Feuerwehrhaus von Bad Krozingen an und trauten unseren Augen nicht. Zahllose Feuerwehrfahrzeuge aus dem gesamten Bundesland reihten sich in einer langen Schlange ein um ihre Hilfsgüter abladen zu können. Wahnsinn was die Kameraden des Kreisfeuerwehrverband Breisgau-Hochschwarzwald und die Feuerwehr Bad Krozingen hier an diesem Tag leisteten.

Nach einer kurzen Anmeldung konnten wir direkt ans Feuerwehrhaus vorfahren und alles weitere mit dem Initiator der Aktion, dem Vizepräsidenten a.D. des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg Gerhard Lai, besprechen. Sichtlich bewegt von der großen Hilfsbereitschaft der baden-württembergischen Feuerwehren, traten wir nach dem letzten Bild mit unserem TLF den Heimweg an, wohl wissend, dass unser Fahrzeug am neuen Verwendungsort noch wertvolle und gute Dienste leisten wird.

 

 

Helfertag (23.10.2020)

Helfertag (23.10.2020)

Auch in diesem Jahr besuchten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Keltern wieder anlässlich des landesweiten Helfertages die Kelterner Grundschule um den Kindern der Klasse vier von unserer Arbeit zu berichten.
Während zwei Schulstunden konnten die Kinder alles Rund um das Thema Feuerwehr und deren Ausrüstung erfahren. Zuerst wurde in einem theoretischen Teil alles zu den Aufgaben der Feuerwehr besprochen, bevor es um das Thema Notruf ging. Anschließend wurde die Einsatzkleidung kennengelernt, bevor es in der zweiten Stunde nach draußen zum Löschfahrzeug ging. Hier konnte die gesamte Beladung in Augenschein genommen werden.
Wie gewohnt war es für uns ein wahnsinnig spannender und toller Tag zusammen mit den Kindern.

 

 

 

Neues TLF 4000 abgeholt (28.07.2020)

Neues TLF 4000 abgeholt (28.07.2020)

Nach 14-monatiger Wartezeit konnte eine Abordnung der Gemeinde Keltern, in der Woche vor den Sommerferien das neue TLF 4000 im brandenburgischen Luckenwalde in Empfang nehmen.

Was sich Lapidare anhört ist eigentlich ein ordentliches Stück Arbeit. Zur Übergabe des Fahrzeuges, wurde das rund 70-seitige Leistungsverzeichnis komplett kontrolliert und das Fahrzeug sowie dessen Inhalt auf Herz und Niere geprüft, bevor es auf alle technischen Funktionen getestet wurde und eine Einweisung auf die neue Fahrzeugtechnik erfolgte. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte nur eine geringe Anzahl an Einsatzkräften mit ins Werk, was in der Folge zu Hause am Standort noch für etwas Arbeit sorgte.

 

 

 

Feuerwehrhaus-Neubau auf den Weg gebracht (21.07.2020)

Feuerwehrhaus-Neubau auf den Weg gebracht (21.07.2020)

In einer Sondersitzung des Gemeinderates, wurden am 21. Juli die Weichen für den Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Abteilungen Dietlingen und Ellmendingen unterhalb des Schulzentrums im Speiterling gestellt.
Neben den Planungsexperten und Architekten, stand die Feuerwehrführung und der Kreisbrandmeister dem Gremium Rede und Antwort. Nachdem sich die Feuerwehrführung seit 2014 beharrlich für das zukunftsweisende und dringend benötigte Gebäude stark gemacht hatte, gab nun der Gemeinderat, einstimmig, grünes Licht für den Bau der künftig die beiden Feuerwehrabteilungen und die Tagesausrücker beherbergen wird.

 

 

 

Rohbaubesprechung am neuen Tanklöschfahrzeug (26.06.2020)

Rohbaubesprechung am neuen Tanklöschfahrzeug (26.06.2020)

Ende Juni konnte sich die Feuerwehrführung im Herstellerwerk in Luckenwalde bei Berlin, ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten rund um das neue Tanklöschfahrzeug der Feuerwehrabteilung Dietlingen machen. Dabei wurden letzte Absprachen und Umsetzungsvorgaben besprochen, die nun in den kommenden Wochen vollends umgesetzt werden, bevor das Fahrzeug dann an die Gemeinde ausgeliefert werden kann. Das Fahrzeug ersetzt das seitherige TLF 16/25, Baujahr 1982, welches bei weitem nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Bedingt durch die Corona-Pandemie, stellt uns die Rohbaubesprechung und später die Endabnahme vor große Herausforderungen, da nur vier Personen ins Werk zur ersten Schulung mit der neuen Technik anreisen dürfen.

 

 

Übungsdienst wieder aufgenommen (15.06.2020)

Übungsdienst wieder aufgenommen (15.06.2020)

Mitte Juni konnten die Feuerwehren den Übungsdienst nach dem Corona-Lockdown unter strengen Auflagen wieder beginnen. Während die Bevölkerung bereits früher wieder stückweise Lockerungen nach dem Corona-Lockdown erfahren konnte, wurden für die Feuerwehren des Landes strickte Vorgaben ausgearbeitet um im Fall einer Infektion, das Ausmaß zu begrenzen. Nicht auszudenken was passieren könnte, wenn zahlreiche Feuerwehren als kritische Infrastruktur, nicht mehr einsatzfähig wären. Die Kelterner Feuerwehrabteilungen üben für sich abteilungsweise, in Kleingruppen und unter Einhaltung der Mindestabstände. Zudem wurden die Themen, auf die wichtigsten Grundtätigkeiten begrenzt.

 

 

Abteilungsversammlung Ellmendingen (21.02.2020)

Abteilungsversammlung Ellmendingen (21.02.2020)

Von 51 Einsätzen der Abteilung im vergangenen Jahr, berichtete Abteilungskommandant Steffen Kronenwett zur Abteilungsversammlung am Freitag 21. Februar 2020.
Neben einigen Brandeinsätzen bereiteten 2019 vor allem Unwetter den ehrenamtlichen Einsatzkräften viel Arbeit. Im Juni und im August haben Starkniederschläge vor allem die Dreisamstraße im Ortsteil Ellmendingen schwer getroffen, so dass die Feuerwehr von einem Einsatzort zum nächsten eilen musste. Dabei herrschte nicht bei allen Betroffenen die notwendige Einsicht über die Priorisierung der Einsatzkräfte.
Zukünftig würden Beleidigungen seiner Einsatzkräfte nicht mehr ohne Konsequenzen hingenommen, betonte Feuerwehrkommandant Joachim Straub aber zum Glück überwiegen die positiven freundlichen Reaktionen in der Bevölkerung.
Einen Großeinsatz gab es auch Anfang September im Ranntal, als etwa 200 Heuballen brannten und die Feuerwehr besonnen ein Übergreifen der Flammen auf den Wald verhindern konnten. Mittels eines eingerichteten Pendelverkehres von mehreren wasserführenden Fahrzeugen wurde die Wasserversorgung zum entlegenen Brandort über Stunden sichergestellt.
Der Brand der Scheune mit Wohnhaus in der Neujahrsnacht in Weiler, sei ebenfalls noch deutlich im Gedächtnis der Kelterner Bevölkerung. Hier hatten über 100 Einsatzkräfte bis in den kommenden Tag in guter Zusammenarbeit dafür gesorgt, dass sich das Feuer nicht auf die eng angrenzenden Gebäude ausbreiten konnte.
Zum Glück herrschte Windstille in dieser Nacht, was den Kamineffekt begünstigte, aber ein wegtreiben der Flammen zur Seite verhinderte. Aber „Glück hat der Tüchtige“ zitiert Kommandant Straub ein altes Sprichwort. Und mehr als verdient war die Anzeige in den Gemeindenachrichten, mit der sich die Anwohner bei ihren Feuerwehren bedankten. Dennoch waren die freiwilligen Kräfte überrascht und überwältigt von dieser schönen Geste, die eine solche nie zuvor erlebt hatten.

Die Abteilung Ellmendingen ist hochmotiviert, hat einen sehr guten Ausbildungsstand und eine gute Übungsbeteiligung, leidet aber gleichermaßen an Personalnot. Die nur 14 aktiven Kameraden suchen und wünschen sich dringend Unterstützung. In der Jugendabteilung ist der fünfköpfige Nachwuchs noch jung und kann erst in einigen Jahren dazustoßen. Der oberste Dienstherr der Feuerwehr, Bürgermeister Steffen Bochinger, versprach Hilfe bei der Aktiven- und Nachwuchsgewinnung, rief zu regelmäßiger Teilnahme an den Übungen auf, sprach seinen herzlichen Dank für das ehrenamtliche Engagement aus und zeigte sich beeindruckt von der sehr guten Arbeit der Einsatzkräfte. Zu Kassenprüfern wurden am Abend Marcel Praßl und Michael Kraut einstimmig gewählt, neuer Kassier ist Daniel Schneider und bewährter Schriftführer bleibt Peter Bussinger. Unter dem Applaus der Kameraden, konnte Bürgermeister Steffen Bochinger, Daniel Strohbach zum Hauptfeuerwehrmann befördern.

 

Daniel Strohbach (3.v.l.) wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Es gratulierten (v.l.) Stv. Kommandant Uwe Renninger, Kommandant Joachim Straub, Abteilungskommandant Steffen Kronenwett, sowie Bürgermeister Steffen Bochinger und Stv. Kommandant Patrick Wurster.

 

Die Führungsriege der Abteilung Ellmendingen (v.L.) Stv. Abteilungskommandant Marcel Schneider, Kassenprüfer Michael Kraut, Abteilungskommandant Steffen Kronenwett, Stv. Abteilungskommandant Daniel Deeg, Kassenprüfer Marcel Praßl, der neue Kassier Daniel Schneider und Schriftführer Peter Bussinger.

 

Abteilungsversammlung Niebelsbach (14.02.2020)

Abteilungsversammlung Niebelsbach (14.02.2020)

„Stell dir vor, es brennt und niemand kommt.“ Ein alter Slogan der Freiwilligen Feuerwehr in Niebelsbach wurde am Freitagabend bei der Abteilungsversammlung von Fritz Schneider, dem Vertreter der Altersabteilung, zitiert und verdeutlicht die leider noch immer großen Personalsorgen im Feuerwehrhaus. Abteilungskommandant Rudi Schlittenhardt bekräftigt, dass Nachwuchs und Zuwachs zu den aktuell neun aktiven Feuerwehrleuten dringend benötigt wird und freut sich mit der Mannschaft über den letztjährigen Neuzugang des vollausgebildeten Feuerwehrmanns Mathias Nicko. Es sei mit neun Einsätzen und siebzehn Pflichtübungen ein insgesamt ruhiges Jahr gewesen, der Ausbildungsstand, die Motivation sowie die Ausstattung sei gut und er sei mit der Durchführung aller Einsätze zufrieden. Nach den Jahresberichten der Abteilungsverwaltung dankte Michael Sengle als Vertreter des Gemeinderats für die große Einsatzbereitschaft bei hoher Arbeitsbelastung der „kleinen, aber feinen Abteilung“. Er lobte ihren Zusammenhalt und die gute Kooperation mit anderen Abteilungen und wies nochmals darauf hin, dass die enorme Bedeutung Freiwilliger Feuerwehren für Schutz und Rettung von der Bevölkerung zu häufig unterschätzt und nicht erkannt wird, welchen Gewinn sie für die Gemeinde darstellen. Die Verwaltung der Abteilung wurde einstimmig entlastet. Feuerwehrkommandant Joachim Straub unterstrich die Notwendigkeit der Freiwilligen Feuerwehren anhand des Brandes in Weiler am Jahresbeginn, als über einhundert Aktive in einem fast sechzehnstündigen Einsatz Dienst leisteten und ein Ausbreiten des Feuers auf weitere Gebäude verhinderten: „Das hätte mit ausschließlich hauptamtlichen Einsatzkräften nicht gelingen können.“ Den Stellvertretenden Kommandanten Uwe Renninger macht die zuweilen recht egoistische Anspruchshaltung der Menschen nachdenklich, die teils gar darin gipfelt, Einsatzkräfte zu beleidigen. Dennoch überwiegen zum Glück die Fälle, in denen die geleistete Hilfe geschätzt wird. Bürgermeister Steffen Bochinger zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der personell kleinen Abteilung und versprach Unterstützung bei der Aktivengewinnung. Er bedankte sich insbesondere auch für den Einsatz in der Neujahrsnacht und drückte seine Hoffnung aus, dass bei aller Tragik dieser Brand die Bevölkerung aufgeweckt hat und ein zutreffenderes Bild der Freiwilligen Feuerwehren hinterlässt. Bochinger übermittelte ein herzliches Dankeschön im Namen der Bevölkerung und des Gemeinderats an die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute. Zudem berichtete er, wie stolz ihn auch das von anderen Wehren erhaltene Lob mache und gab es gerne an die Versammlung weiter. „Die Gemeinde Keltern weiß, was sie an ihrer Freiwilligen Feuerwehr hat und dass man sich voll und ganz auf sie verlassen kann“, versicherte er. Unter Applaus der Kameraden wurden im Anschluss Beförderungen ausgesprochen: Yannik Zinser wurde frischgebackener Oberfeuerwehrmann und Sven Markowis erhielt die Schulterklappen des Hauptfeuerwehrmanns. Walter Gehring wurde für 55 Jahre Zugehörigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt.

 

Befördert wurden zum Hauptfeuerwehrmann Sven Markowis (3.v.l.) und Oberfeuerwehrmann Yannik Zinser (rechts daneben). Ihnen gratulieren Abteilungskommandant Rudi Schlittenhardt, Feuerwehrkommandant Joachim Straub, Bürgermeister Steffen Bochinger sowie die Stv. Kommandanten Patrick Wurster und Uwe Renninger.

 

Walter Gehring wird für 55 Jahre Tätigkeit in der Freiwillige Feuerwehr geehrt. Neben ihm Fritz Schneider, dahinter Rudi Schlittenhardt (r.) mit Stellvertreter Thomas Reuter (l.).